Berlinische Leben – “Schnelle Schuhe – Punk in West-Berlin” jetzt mit eigener Seite.

Am 23. November 2014 begann ich eine kleine Reihe zu veröffentlichen, in der sich, unregelmäßig, unterschiedliche Autoren an die Blütezeit des Punk in Berlin erinnern.

Wahrscheinlich das Beste an den Punk-Jahren war die Selbstverständlichkeit mit der wir ans Werk gingen, um unsere eigene Musik, unsere Medien, unsere Mode und auch unsere eigenen Spiele zu erfinden. Was bisher nur Eliten gestattet war, eroberten wir uns, ohne groß nach Legitimation oder Qualifikation zu fragen. Wir machten es einfach. Was wir machten, hatten wir nicht in einer Schule oder Uni gelernt, wir lernten vom Leben und durch das Tun.

Der Punk kam nach West-Berlin und beendete kraftvoll die 70er Jahre, die ich, wenn zu ich einer royalen Familie gehören würde, als mein “Dezennium Horribilis” bezeichnen würde. Es war wirklich ein blödes Jahrzehnt, es baute sich auf der Asche der genialen 60er auf und bestand aus schlechter Musik, hässlicher Mode, dem “Deutschen Herbst” und Stillstand, sowie einem Strukturumbau, der die Grundlagen für den heutigen Turbo-Kapitalismus legte, aber das ahnte ich nur, damals. Umso bunter die Äußerlichkeiten wurden, desto grauer und gefühlskälter wurde die Gesellschaft innerlich. Die “Sexuelle Revolution” entpuppte sich als Erlaubnis Pornografie zu verkaufen und kaufen. Punk war der benötigte grobe Keil, um den 70er-Klotz zu zerhacken. Punk befriedigte den Wunsch der Jungen nach Authentizität, Lebensfreude und Gefühl. Endlich schaffte auch ich es aus meiner selbstgewählten “Splendid Isolation” und meinem Schweigen auszubrechen. Die Latte hing plötzlich so niedrig, dass in Grunde jeder sie überspringen konnte. Drei Akkorde reichten Musik zu machen und das Drei-Finger-Suchsystem reichte, um Autor zu werden.

Die Reihe “Schnelle Schuhe – Punk in West-Berlin” hat jetzt eine eigene Seite in meinem Blog und kann über eine Schaltfläche oben links im Lay-Out angeklickt werden.

Teil 1. Die Autorin hat den Beitrag zurückgezogen. (Als erstes erinnert sich Annemarie, wie sie atemlos durch die Berliner Nächte zieht, vom Café Mitropa ins Shizzo und von dort in die Music-Hall und wieder zurück ins Shizzo. Sie lernt angenehme Menschen kennen, wie Wolfgang und Nikolaus von “Die Tödliche Doris”, aber welche, die ihr höchst unangenehm sind, wie die Herren Pop und Bowie:)

Teil 2. Anfang ’79 sollen die “Sex Pistols” in der Neuen Welt spielen. Es kommt nicht dazu, Syd Vicious hat sich im Chelsea Hotel eine Überdosis Heroin gespritzt. Der Rest ist Geschichte. Punk kommt trotzdem nach West-Berlin und er beendet die öden 70er Jahre. Er gibt der Jugend Lebensfreude und Gefühl zurück. Vieles wird möglich, auch eigentlich Unmögliches, wie unser kleiner Hit “Üxxan Kcüruk” und das einer von uns mal das Bundesverdienstkreuz bekommen wird, war natürlich unverstellbar.

http://wp.me/p3UMZB-Wc

Teil 3. Herbert erinnert sich, dass bei diesem Konzert plötzlich zwei dubios aussehende Herren in Trenchcoats auf ihn zukamen, kurz befürchtete er wir wären “Gema-Agenten”, die sich ihm als Marcus und Andreas vom in Gründung befindlichen Fanzine Assasin vorstellten. Herbert war erleichtert, nicht von der Gema beim Bootleggen erwischt worden zu sein und das Projekt hörte sich spannend für ihn an.

http://wp.me/p3UMZB-X4

Die Seite “Schnelle Schuhe”:

http://wp.me/P3UMZB-Ye

 

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