Editorial – “Drei Jahre Produktion” / Lesung am 15.4. und neues Buch

Dass ich wieder zu schreiben begann, habe ich dem Zufall zu verdanken. Es war Ostersonntag 2013 und ich hatte vor, mit einer Freundin einen längeren Stadtspaziergang zu unternehmen. Doch das Berliner Wetter präsentierte sich typisch elend für Ende März, es war kalt und es goss in Strömen. Der Spaziergang wurde abgesagt und mich ereilte ein seltener Anfall von Langeweile. Einem spontanen Einfall folgend stieg ich in den Keller hinab und kam mit einer verstaubten Kiste wieder zurück. In ihr fand ich alte Fotos, Briefe und andere Dokumente aus meiner und der Vergangenheit meiner Vorfahren.

Nach dem Tod meiner Mutter hatte ich das alles schnell zusammengepackt, um zu vermeiden, dass es auf dem Müll landete. Ich begann den Inhalt zu sichten und war fasziniert. Erst am späten Abend zwang mich mein knurrender Magen eine Pause einzulegen. Das Wetter blieb schlecht und so setzte ich meine Recherche in den folgenden Tagen fort. Hin und wieder googelte ich nach zusätzlichen Informationen und bald machte ich mir Notizen, um meine Findungen festzuhalten. Dank meiner Frühberentung war ich ja weitgehend Herr meiner Zeit, bis auf die Beschränkung durch meine angeschlagene Gesundheit. Als ich Rentner wurde, hatte ich gehofft, nun auch wieder Zeit und Muße zu haben, um zu schreiben. Hin und wieder machte ich Versuche, doch es wollte mir nichts Lesenswertes gelingen. Doch nun war es anders, seitdem ich die familiären Fundstücke sichtete, gingen mir so viele Anekdoten und Geschichtchen durch den Kopf, dass aus dem “Notizen machen” schließlich ein “Texte verfassen” wurde, ohne das ich darüber nachdachte. Drei Jahre später sind zwei Romane entstanden und eine große Sammlung von “Familienportraits”, die ich z.Z. für eine Buchausgabe bearbeite.

Danke für Eure Genesungswünsche. Ja, es ist besser, aber wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Vor fünf Jahren hatte ich schon mal eine OP am Gaumen, diesmal ist auch der Rachen betroffen und ohne OP wird es wieder nicht abgehen. Die Lesung am 15. April mache ich auf jeden Fall, auch wenn ich jetzt Tom Waits ähnle, stimmlich. Hier noch einmal die Details der Veranstaltung:

Illustrierte Lesung: „Passbilder“

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Im Periplaneta Literaturcafé* am 15. April um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

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  • Der Autor und Blogger Marcus Kluge liest aus seinen autobiografischen Romanen und Familiengeschichten. Er schlägt einen Bogen zwischen dem Jahr 1910, in dem seine Großmutter nach Berlin kam, um als Hausmädchen zu arbeiten, und der heutigen Hauptstadt der Berliner Republik. Ihn interessiert das Leben der einfachen Leute und wie die große Politik Einfluss auf sie nimmt.

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 – Im seinem ersten Roman, „Xanadu ’73 – Liebe, Rausch und Rock’n’Roll“, schildert er den West-Berliner Underground der 70er Jahre. Der zweite Roman, „Ein Hügel voller Narren“, führt den Leser ins von Hausbesetzungen polarisierte Berlin des Jahres 1981.

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Der Illustrator und Artdirector Rainer Jacob zeigt zur Lesung historische Fotos und eigene Zeichnungen. –

* Periplaneta Literaturcafé, Bornholmer Straße 81a, 10439 Berlin
Tel.: 03044673433  Internet: http://www.periplaneta.com/about/cafe/

Meinen geschätzten Leserinnen und Lesern danke ich für das wohlwollende Interesse und die schönen Rückmeldungen. Ich hoffe, wir werden zusammen noch viele Geschichten entdecken, Geheimnisse lüften und Bilder bestaunen können.

M.K.

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