Berlinische Räume – „Schöneberg Revisited“ / Eine Spurensuche

Café Mitropa

 

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Metropol

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Vinylkultstätte

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Das ehemalige Café Central (Foto oben: Knut Sehrgut) und Café Swing ist heute eine Apotheke und sieht ziemlich trist aus.

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22.9. 1981: “In der Nähe vom Café Berio hatte Getränke Hoffmann eine Filiale, die Schaufensterscheibe war bis auf wenige kleine Splitter, die noch im Rahmen steckten, am Boden verteilt und ein ständiger Strom von plündernden Menschen passierte das nun offene Schaufenster. Ich blieb fasziniert stehen und beobachtete das Geschehen. Obwohl ich nicht vorhatte zu klauen, betrat ich den Laden, nur um zu wissen, wie sich das anfühlte.” http://wp.me/p3UMZB-1ii

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Café Berio

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Slumberland

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Winterfeldtmarkt

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Rani

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1983 kamen wir auf die Idee, jeden Dienstag im Mitropa Karten zu spielen. Das Spiel hieß Binokel und wir wurden ziemlich schief angeguckt. Gesellschaftsspiele waren sowas von uncool und dann auch noch Karten! Dazu tranken wir Weizenbier, was auch verpönt war. Heute ist “kiffen” untersagt.

Unten: Mitropa-Anzeige aus Assasin, 1983.

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Deko Behrendt

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Bowie-Haus

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Stadtbad

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Als in der Nacht zum 5. April 1986 im La Belle in der Hauptstraße 78 eine Bombe explodierte und drei Menschen tötete, schlief ich 500 Meter weiter in meiner Ein-Zimmer-Wohnung in der Rheinstraße 14. Obwohl man als Berliner immer einer theoretischen Gefahr ausgesetzt war, ist der Terror selten so nahe gekommen. Die Visitenkarte drückte mir, Wochen vorher, eine hübsche junge Dame vor dem Forum Steglitz in die Hand.

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Von unserem alten Domizil (oben) mit dem idyllischen Hof hinter der Leiserfiliale, Rheinstraße 14, ist nichts mehr zu finden. Nur ein seelenloser Neubau steht an seiner Stelle.

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Von 1977 bis 1986 wohnte oder arbeitete ich dort. Anfang der 80er zog Herbert ein und das Gebäude wurde Redaktionssitz des Assasin. Am 10. Juli 1986 feierten wir noch meine Hochzeit auf dem Hof, wenig später wurde alles abgerissen.

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So begann es: – Der Laden, in dem ich jobbte war neben einer Leiser-Schuh-Filiale und das ganze Haus gehörte Leiser. Irgendwann als ich Müll rausbrachte, fiel mir auf, dass es einen Seitenflügel gab, in dem drei Einzimmer-Wohnungen untergebracht waren. Der Seitenflügel machte einen irgendwie prekären Eindruck, man hatte ihn nachträglich an die Brandmauer geklatscht, um etwas billigen Wohnraum zu schaffen, wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts. Ich guckte mir auch den Hof genauer an, um den herum Leiser seine Lagerräume hatte. Der Hof, den offensichtlich niemand nutzte, war etwas 6 mal 30 Meter groß, den Abschluss bildete eine Terrasse, die von einem Mäuerchen zum Nebengrundstück begrenzt wurde. Eine Kastanie spendete Schatten gab dem Hof einen grünen Tupfer. Im Sommer könnte man hier bestimmt schöne Wochenenden verbringen.

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Mir war klar, das die Wohnungen keinerlei Komfort boten, vielleicht war es sogar das Prekäre, das mir zusagte, mir förmlich zuflüsterte, hier wäre ein absolut passender Ort zum Leben für mich. Innerhalb von 48 Stunden mietete ich eine der Wohnungen, meine Chefin legte ein gutes Wort für mich ein, und ich zog mit meinen wenigen Sachen von der Knesebeckstraße in die Rheinstraße um. Am Anfang zahlte ich für 28qm weniger als 40 D-Mark Miete. Es war geradezu eine Einladung mich kreativ auszutoben, ohne auf die Lukrativität meiner Projekte zu achten. –

2015-11-16-0001 (3) Der Maler Stefan Hoenerloh beim Klettern.

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Das Shizzo heute und damals. Das Foto unten stammt von dieser schönen Website: http://shizzo-berlin1980.de/

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Kaisereiche.

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Sparkassen-Kunst

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MusicHall

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“Die Goldenen Vampire” in der Hall.

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Bewegungsmelder Kluge.

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One response to “Berlinische Räume – „Schöneberg Revisited“ / Eine Spurensuche”

  1. wolfgangdannyweber says :

    beim betrachten deiner fotos ging mir ansatzweise
    (und mal wieder) folgendes durch den kopf:
    ich war von 71 bis 77 westberliner, und ich könnte nun sagen,
    ein paar jahre lang war berlin (west) unsere stadt. deine und meine.

    ich war oft in der stadt unterwegs,
    ich bin irgendwann mal überall hingekommen,
    überall gewesen. und doch muss ich sagen:
    dein berlin ist nicht identisch mit meinem berlin.
    mein schwerpunkt waren diese paar jahre,
    dein(e) schwerpunkt(e) ist / waren eine andere zeit und andere orte.

    diese überlegung hat mich dann auf etwas gebracht:

    meine welt ist deine welt / und deine iwelt st auch meine welt.
    trotzdem gibt es nichts, was uns zusammenhält.
    ein jeder pflügt sein eigenes feld.
    deshalb, auch wenn es dir nicht gefällt:
    deine welt ist deine welt / und meine welt ist meine welt.

    wie gesagt: das ist ein oberflächlicher ansatz nur.
    wer hier vertiefend weiterdenken möchte – nur zu.
    es lohnt sich.

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