„Berlin-Lost and Found“ Die Foto-Serie hat jetzt 8 Folgen und zeigt über 180 Fotos

Im März 2016 kaufte ich mir eine einfache Digitalkamera. Ich hatte Lust den Orten meiner Kindheit und Jugend nachzuspüren. Es regnete tagelang, aber endlich am 1. April war Fotowetter. Ich streifte fünf Stunden durch die Nebenstraßen des Kudamms und veröffentlichte das Ergebnis als Strecke hier im Blog. http://wp.me/p3UMZB-1uU Am Steinplatz fiel mir das Polaroid von Ilona ein, auf dem sie vor einer Notrufsäule steht. Ich ahmte das alte Foto nach und so entstand mein erster Vorher/Nachher-Fotovergleich. Die Motive dieser “Lost and Founds” werden meist durch Fotos meines Vaters, Bruders, sowie eigene Bilder vorgegeben. Auch Rainer Jacob und andere Amateur- und Profikollegen haben mir Material anvertraut.

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Das Off-Kudamm-Posting war recht erfolgreich und innerhalb von zwei Tagen wurde es 600mal besucht. Als zweites Projekt besuchte ich Schöneberg. Ich knipste das Café Mitropa, das Slumberland oder das Bowiehaus in der Hauptstraße. In kurzer Zeit sind ein rundes halbes Dutzend dieser Zeitreisen erschienen und hier werde ich alle als Serie verlinken. Manchmal haben sich die Orte kaum verändert und nur im Detail zeigen sich die vergangenen Jahre. Meist ist der Lauf der Zeit gut erkennbar, die freien Sichtachsen der Nachkriegszeit sind durch Neubauten und das frische Grün des Frühlings besetzt. Wie grün Berlin heute ist, fällt positiv auf. Aber andere Entwicklungen sind schade, anstelle der romantischen Plumpe am Marheineckeplatz hocken hässliche Glascontainer, oder der ehemals schicke Gloria-Palast wirkt unansehnlich und ist mit Spanholzplatten vernagelt. Ein halbes Jahrhundert hat sich in das Gesicht meiner Mutterstadt eingeschrieben und mit wechselnden Gefühlen lichte ich es ab.

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Heimstraße Marheineckeplatz 1959. (Der Autor fotografiert von seinem Vater.)

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Gloria-Palast (oben 1958).

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(Café Central Foto: Knut Hoffmeister)

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TEIL 1

Im ersten Teil der Serie besuchen wir die Nebenstraßen des Kudamms. Es war meine Heimat in den 70er Jahre, mit meiner Liebe Ilona wohnte ich in einer WG in der Schlüterstraße und arbeitete als DJ im Tolstefanz.

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Ilona am Steinplatz 1975.

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TEIL 2

1977 zog ich nach Friedenau und Schöneberg wurde meine Heimat. 1981 führt der gewaltsame Tod von Klaus-Jürgen Rattay, unter anderen am Winterfeldtplatz, zu bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen. Ich erinnere mich und fotografiere, was heute noch daran erinnert.

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Straßenschlacht Maaßenstraße (oben), ehemalige Hoffmanfiliale (unten).

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TEIL 3

Im dritten Teil besuchen wir die Gegend rund um das Kranzler-Eck. In der Rankestraße hatte meine Mutter in den 60ern ihren Phono-Klub und ich verbrachte dort meine Nachmittage. 1988 bis 98 wohnte ich am Rankeplatz.

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Rankestraße, ca. 1959.

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Teil 4

Im vierten Teil der Reihe besuche ich den Fehrbelliner Platz, den Preußenpark und den Hohenzollerndamm, wo ich bis zum sechsten Lebensjahr wohnte.

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Blick über den Hohenzollernplatz zur, von den Berlinern, “Kraftwerk Jesu” genannten Kirche.

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Teil 5

Die zweite Wilmersdorf-Strecke zeigt den Volkspark und den expressionistisch angehauchten Schramm-Block, wo ich aufgewachsen bin.

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Teil 6

Nicht nur die Wilmersdorfer kennen die Blissestraße, wo seit über 100 Jahren das Eva-Kino Kintopp auf die Leinwand bringt und seit 80 Jahren die Eisdiele Monheim seine Spezialitäten anbietet. Außerdem besuche ich das Kaufhaus meiner Kindheit, “Karstadt” an der Berliner Straße und forsche was daraus geworden ist.

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Teil 7

In der siebten Folge steht die westliche City im Mittelpunkt. Der Breitscheidplatz gehört wohl zu den Orten, wo sich Berlin am schnellsten verändert und der Fotovergleich macht es deutlich. Aber auch das 1965 gebaute Europa-Center hat sich gewandelt.

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Teil 8

Früher hat man sich feingemacht, heute geht der Berliner in Jeans und T-Shirt zum Sonntagsspaziergang. Wir gehen mit und vergleichen, wie sich Orte und Menschen verändert haben.

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M.K.


Die Serie wird fortgesetzt.

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