Archive | January 2017

Familienportrait – „Are You Experienced?“ oder „Wie ich Hendrix verpasste“ / 4. September 1970

Am 4. September gab es in der Deutschlandhalle ein kleines Festival, als letzter Act und Hauptattraktion trat Jimi Hendrix auf. Außerdem standen Ten Years After, Procul Harum und Canned Heat auf dem Plakat. Die Zeitschrift „Stern“ war Mitveranstalter und ich hatte mir für 16.- Mark eine Karte gekauft. Ich war da an diesem Abend in der Deutschlandhalle. Aber Hendrix habe ich nicht gesehen. Ich wusste es damals nicht, natürlich nicht, doch es war das vorletzte Konzert das Jimi Hendrix jemals geben sollte. Zwei Wochen später war er tot, er starb am 18. September 1970 in London, im Alter von 27. Er hatte eine Mischung aus Rotwein und Schlaftabletten zu sich genommen und erstickte an Erbrochenem.
Als ich von Hendrix Tod in der Zeitung las, war ich traurig, ich ärgerte mich und ich verdrängte die Erinnerung an den 4. September 1970. Erst 44 Jahre später fiel er mir wieder ein und ich erinnerte mich, was damals geschah. Ich erinnerte mich, wieso ich den wahrscheinlich größten Gitarrenvirtuosen der 60er Jahre nicht erlebt hatte und ich erinnerte mich noch an etwas anderes. Es war auch der Tag, an dem ich meine Unschuld verlor.
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Ich hatte mal wieder die Schule gewechselt. Es war die fünfte Schule in sechs Jahren und das erste Mal, dass der Wechsel freiwillig war. Anfang 1970 hatte man mir mitgeteilt, kein Gymnasium in West-Berlin würde mich noch aufnehmen. Der Schulrat, den ich konsultierte, es war ein CDU-Mann, der später in einem Bauskandal auftauchte, verriet mir was ich schon geahnt hatte. Man bestrafte mich für mein politisches Engagement. „Ich wäre selbst schuld“, meinte er.

Dann ging ich ein halbes Jahr auf eine Privatschule, wo ich ausschließlich von gescheiterten Existenzen unterrichtet wurde. Ich war auf dem besten Wege selbst eine zu werden. Es war zwar unterhaltsam, aber ziellos. Also suchte ich eine Realschule, um wenigstens die Mittlere Reife zu machen. Der Direktor der Alfred-Wegener-Schule im großbürgerlichen Dahlem war bereit mich zu nehmen. Der Mann hatte eine Schwäche für Kultur und war beeindruckt, dass meine Mutter mit Schauspielern und Schriftstellern befreundet war. In seiner Schule fanden auch regelmäßig Nachdrehs für die damals beliebten „Pauker-Filme“ statt. Das einzige was mich an dem Mann irritierte war seine Kleidung, er trug stets braune Anzüge in eben jener Farbe, die die SA-Uniformen hatten.

Diese Schulwechsel empfand ich als qualvoll. Ich war eigentlich introvertiert bis zur Sozialphobie, aber ich maskierte meine Verfassung mit Extrovertiertheit und ich spielte den Klassenclown. Dadurch blieb ich zwar Außenseiter, aber wenigstens beliebter Außenseiter. Leider kostete dieses Auftreten viel Kraft und das sollte Folgen haben.
Zunächst legte ich mich mit dem Mathematiklehrer an. Der hatte die Angewohnheit die Schüler zu Beginn jeder Stunde mit einem Spiel zu „wecken“. Er stellte Rechenaufgaben und warf dann ein Stück Kreide auf einen der Schüler, der blitzschnell antworten musste. Er benutzte den Ausdruck „flink wie Windhunde“. Damit war er sehr „flink“ zu meinem Feind geworden. Als dann die Kreide in meine Richtung flog, verschränkte ich meine Arme und blieb selbstverständlich auch stumm. Erst als er mich nach meiner Verweigerung befragte, erklärte ich ihm: „Flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl!“, hätte schon einmal eine Jugend verdorben und für den Krieg tauglich gemacht und man solle doch vorsichtig sein mit solchen Begriffen. Ich setzte noch hinzu, Einstein wäre in der Schule im Kopfrechnen sehr schlecht gewesen und ich nähme mir an ihm ein Vorbild. Der Lehrer war sauer, weil ich ihn in die Nazi-Ecke stellte, doch er ließ sie Sache auf sich beruhen. Später stellte er sich als Sozialdemokrat und Willy Brandt-Fan heraus. Es war einfach normal, auch 25 Jahre nach Kriegsende noch, solche Nazi-Sprüche zu benutzen. Er hatte sich „nichts“ dabei gedacht. Ich aber hatte damit einen Spitznamen bekommen, ich hieß nur noch „Einstein“. Die Anekdote sprach sich bald herum und da ich optisch ziemlich auffällig war, mit meinen langen Haaren, wusste bald jeder in der Schule, wer ich war. Ein paar Tage später wurden die Schulsprecher gewählt und ich wurde einer der Stellvertreter. Glücklicherweise brauchte ich das ganze Schuljahr lang nicht in Funktion zu treten.
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Hendrix’ Stratocaster.

An jenem Freitag, dem 4. 9., hatte ich nach der fünften Stunde frei und als ich aus dem Schultor trat, stellte ich fest, es regnete kräftig. Vor dem Tor stand eine Schülerin aus der Parallelklasse mit einem Schirm, Susanne Fleischbauer. Sie hatte braune, lockige Haare, strahlende, blaue Augen und einen Kussmund. Ich hatte sie in der Raucherecke kennengelernt, sie war mir sympathisch und ich hatte mir vorgenommen mich bei Gelegenheit mit ihr zu verabreden. Mehr aus Jux klagte ich: „Igitt, da werden ja meine schönen Haare nass.“ Erstaunlicherweise ließ sich Susanne darauf ein und bot an, mich mit ihrem Schirm zur Haltestelle des Einsers zu bringen. Wir unterhielten uns gut bis mein Bus in Richtung Innenstadt kam und Susanne stieg mit ein, obwohl sie nach Zehlendorf-Mitte gemusst hätte. Wir sprachen über das Super Concert und sie war neidisch auf mich. Wir sprachen über die Bands, die auftreten würden und kamen auch auf Birth Control zu sprechen, eine Berliner Band, die das Vorprogramm bestritt und sie teilte mir beiläufig mit, sie würde die Pille nehmen. Sie wäre auch gern in die Deutschlandhalle gegangen, aber sie war verhindert, wegen eines Familientreffens. An der Blissestraße stieg sie mit mir aus und wir liefen die drei Ecken bis zu meiner Wohnung Arm in Arm. Mittags war ich allein zuhause, meine Mutter war in ihrem Phonoklub, mein Vater wohnte nicht mehr bei uns und mein Bruder arbeitete auf dem Flughafen Tempelhof.
In meinem winzigen Zimmer, neben einem schmalen Bett war nur Platz für ein Bücherregal, zogen wir uns aus und schließlich taten wir „es“. Ich hatte mir mein erstes Mal natürlich romantischer vorgestellt, aber ich war froh es hinter mir zu haben, weil ich auch Angst davor hatte. Angst etwas falsch zu machen und mich zu blamieren. Aber „es“ war total einfach und machte sehr viel Spaß. Erst Jahre später wurde mir klar, dass sie mich verführt hatte. Ich war ja viel zu schüchtern, um ein Mädchen zu verführen. Auf jeden Fall war ich schwer begeistert, wir schliefen gleich nochmal miteinander, bevor sie nach Zehlendorf-Mitte und ich in die Deutschlandhalle musste. Schon auf der Fahrt dorthin spürte ich Anzeichen für eine Verliebtheit bei mir.

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Birth Control.

In der Halle spielte bereits „Birth Control“*, für die es eine Ehre war, als einzige Vorgruppe zu fungieren. Wie die meisten deutschen Bands damals, interessierten mich Birth Control nur am Rande, doch ich fand sie ziemlich gut an diesem Nachmittag. 1966 hatte sich B.C. aus den „Earls“ und den „Gents“, Berliner Beatbands der ersten Stunde, gebildet, Gründungsmitglied war unter anderem Hugo Egon Balder. Der wurde allerdings recht bald durch Bernd Noske als Drummer ersetzt. Noske wurde auch zum Sänger und zur integrativen Kraft hinter der Band, er starb erst kürzlich, im Februar 2014. In den ersten Jahren spielten Birth Control vor allem Cover, dann entwickelten sie einen breiten Blues mit langen Solo-Einlagen. 1969 hatten sie ein dreimonatiges Engagement in einem Nachtklub in Beirut. 1971 spielten sie als erste deutsche Band im Londoner Marquee Club, 1972 erschien ihr einziger Hit: „Gamma Ray“. Das Lied wurde 1990 auch von der Techno-Szene adaptiert.

Doch so ganz flog der Funke nicht zu mir über, an diesem Nachmittag in der Deutschlandhalle. Ich war auch noch in Gedanken bei Susanne. Ich kam erst richtig in Stimmung, als Procul Harum ihren bombastischen Rock aufführten. „A Whiter Shade of Pale“ spielten sie zwar nicht. Aber auch Stücke wie „A Salty Dog“, gesungen vom charismatischen Gary Brooker, waren damals schon Klassiker und das Publikum freute sich.

Bei Canned Heat** gerieten die schwer zu begeisternden Berliner schier aus dem Häuschen und ich mit ihnen. Der Rauch von diversen Joints brachte ein wenig Woodstock ins provinzielle West-Berlin und Bob „The Bear“ Hite verbreitete gute Laune. Kaum zu glauben, es war nur einen Tag her, das man Alan „Blind Owl“ Wilson, Gitarrist und Gründungsmitglied der Band, leblos in der Nähe Bob Hites Haus gefunden wurde. Kurz bevor die Band in die Maschine nach Berlin stieg, erfuhren sie von Al Wilsons Tod.

Canned_Heat_1970Canned Heat,  Bear in der Mitte, Al Wilson 2. v. rechts.

„On September 3, 1970, just prior to leaving for a festival in Berlin, the band was shattered when they learned of Wilson’s death by barbiturate overdose; found on a hillside behind Bob Hite’s Topanga home. Believed by de la Parra and other members of the band to have been a suicide, Wilson died at the age of 27“ WiKi

Der Show in der Deutschlandhalle war es nicht anzumerken und ich wusste nichts davon. Internet oder Twitter gab noch nicht und die Zeitungen meldeten nur den Tod von Weltstars. Meine Stimmung konnte gar nicht besser sein. Ich dachte wieder an Susanne und den unglaublichen Nachmittag, der hinter mir lag und freute mich schon, sie wiederzusehen.

Die Umbaupausen dauerten sehr lange, so war es bereits deutlich nach 22 Uhr, als Ten Years After auf die Bühne kamen. Neben Eric Clapton gehörte Alvin Lee damals zu meinen absoluten Gitarrengöttern. Aber nach einer halben Stunde merkte ich, ich hatte genug gute Musik gehört und konnte nichts mehr aufnehmen und ich war müde. Außerdem war ich in Gedanken schon am nächsten Morgen in der Schule, wenn ich Susanne wiedersehen sollte. Darauf freute ich mich sehr und ich wollte ihr nicht allzu unausgeschlafen entgegentreten. Ich war ja überzeugt, nun würde Susanne meine Freundin werden und ein großartiger Lebensabschnitt stand mir bevor. So dachte ich mir das. Also traf ich die Entscheidung, die ich ein paar Wochen später sehr bedauern würde. Ich hatte auch gehört, dass Hendrix zur Zeit ohnehin keine sehr guten Konzerte gab. Ich würde ihn mir anhören, wenn er das nächste Mal in Berlin Station machen würde. Wieso auch nicht?

Ob Hendrix an diesem Abend gut war, darüber streiten sich die Zeugen. Die Mehrheit des Berliner Publikums war wohl mit Hendrix unzufrieden. Robin Trower, der Gitarrist von Procul Harum berichtet von diesem Gig und er hat eine Erklärung:
I think it was above their [the audience’s] heads you know? I mean, I couldn’t take in a lot of what he was doing and I’m a musician, a guitarist, so you can imagine what it was like for them.
So anyway, then I was walking up and down outside the dressing room after he’d come off, and I was sort of saying, “Should I go in?” Then I burst into the dressing room all of a sudden and said, “Er, I’ve gotta tell you, it was the best thing I’ve ever seen.”
Which it was. And he said, “Uh, thank you, but, uh, naw.” And I just went, “Whoops, that’s it,” and walked out again.

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Danach soll ihm Gerd Augustin*** backstage Uschi Obermayer vorgestellt haben. Der Musikmanager erinnert sich: “…Ich brachte nun auf Hendrix’ Deutschland-Tour, Uschi (Obermaier) in Berlin mit Jimi zusammen. Das war genau drei Wochen vor seinem Tod. Uschi war überglücklich, als ich sie mit in Hendrix’ Garderobe nahm, wo außer uns nur noch der Drummer Mitch Mitchell und seine Freundin Karen abhingen. Dort ließen wir es uns dann richtig gut gehen.”

Zwei Tage vor dem Berliner Auftritt hatte Hendrix ein Gig in Aarhus nach drei Songs abgebrochen. Mit den Worten: „I’ve been dead a long time!“ verabschiedete er sich vom Publikum. Sein letztes Konzert auf der Insel Fehmarn, am 6.9., geriet zu einem Desaster. Hendrix kehrte nach London zurück, wo ihn seine Freundin Monika Dannemann am Vormittag des 18.9.1970 leblos fand. Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Er hatte nach Dannemanns Aussagen, neun Schlaftabletten genommen, die 18-fache Normal-Dosis von Vesparax, einem Barbiturat, das heute nicht mehr verschrieben wird. Es gab trotzdem keinerlei Anzeichen für einen Selbstmord. Hendrix war 27 als er starb. Genau einen Monat nach dem Super Concert starb auch Janis Joplin mit 27, an einer Überdosis Heroin. Am 1. 10. 1970 wurde Hendrix in seiner Heimatstadt Seattle beigesetzt.

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Der Autor 1970.

Ich fuhr nach Hause, konnte aber lange nicht einschlafen, zu viel ging mir durch den Kopf. Trotzdem war ich am nächsten Morgen bester Laune. In der ersten großen Pause hielt ich Ausschau nach Susanne, sie kam aber nicht in die Raucherecke. Erst als ich nach der letzten Stunde auf sie wartete, passte ich sie ab, ich hatte den Eindruck, sie wollte mir aus dem Weg gehen. Ich verstand die Welt nicht mehr und stellte sie zur Rede.
Erst druckste sie herum, sie war merkwürdig kleinlaut, schließlich fand sie Worte, doch ich kann mich nicht daran erinnern, wie sie sich genau ausdrückte. Zu heftig traf mich ihr Geständnis. Ich fühlte mich, als hätte man einen Kübel mit Eiswasser über mir ausgeschüttet. Sie würde schon zwei Tage für ein Jahr als Austauschschülerin in die USA gehen. Bis dahin hätte sie auch keine Zeit mehr mich zu sehen. Sie hatte sich wohl bewusst mit mir eingelassen, weil durch ihre Reisepläne eine Beziehung nahezu ausgeschlossen war. Ich habe eine ziemliche Weile gebraucht, bevor ich mich wieder mit einer Frau einließ und ich war misstrauisch geworden, durch meine Erfahrung.
Sechs Wochen vor Ende des Schuljahrs wurde ich krank, es rächte sich, dass ich permanent gegen meine Natur den extrovertierten Klassenclown spielte. Ich hatte einfach keine Kraft mehr, hatte wohl auch einen Infekt verschleppt und mir eine schwere Lungenentzündung zugezogen. Der Direktor mit den braunen Anzügen gab mir trotzdem die Mittlere Reife. Vielleicht wollte er mich nicht ein weiteres Jahr auf seiner Schule.

Als Susanne ein Jahr später zurück kam, war an eine Beziehung nicht mehr zu denken, zu viel war passiert. Als Geschenk brachte sie mir einen schönen Arbeitsoverall aus den Staaten mit.

Inzwischen habe ich mir Jimis Auftritt vom 4. 9. 1970 bei You Tube herausgesucht und angehört. Nein, es wäre nicht mein Geschmack gewesen und selbst heute kann ich dem egozentrierten Spiel von Hendrix, an diesem Abend, wenig abgewinnen. Es mag artistisch wertvoll sein, aber ich bevorzuge eher bodenständigen Blues, mein Musikgeschmack ist nicht raffiniert.

Susanne ist also nicht meine erste Liebe geworden, aber eine Verbindung gab es trotzdem. Zwei Jahre später lernte ich zufällig Ilona kennen, sie erzählte mir, ich könne sie bei einer Modenschau wiedersehen. Aber wie sollte ich ohne Einladung da reinkommen? Ich beschloss mich als Pressefotograf zu tarnen. In der Modeszene waren gerade amerikanische Overalls total in und ich zog den von Susanne geschenkten an. Mit Overall und Kamera wurde ich problemlos eingelassen. Ich sah Ilona wieder und sie wurde meine erste große Liebe.

M. K.


* http://de.wikipedia.org/wiki/Birth_Control

** http://de.wikipedia.org/wiki/Canned_Heat

***Gerd Augustin:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ra&dig=2011%2F09%2F22%2Fa0022&cHash=0515723d28f9b052f5c6a4577fdccde8

Fotos: ©M. Kluge oder creative commons

Erste Liebe: https://marcuskluge.wordpress.com/2014/09/12/familienportrait-grose-liebe-blei-streu-strase-wg-und-tolstefanz-1973-74-3/

Familienportrait: “Easy Andi Solo Gitarre” / Portrait einer Freundschaft / 1969-1999

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Drei Uhr am Nachmittag, trotz der Sonnenstrahlen ist es eiskalt im Tiergarten. Wir drücken uns um eine Bank herum und rauchen. Das Kino fängt erst um halb vier an. “Easy Rider” läuft im Kino Bellevue am Hansaplatz. Zuerst ist es im Kino auch noch kalt, doch dann wird uns fast so warm, wie den beiden Bikern im Film, auf der Leinwand vor uns. Trotz des traurigen Endes, die von Peter Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson gespielten Figuren sterben, haben wir gute Laune. Der Film hat uns Kraft gegeben. Andi, Richard und ich spinnen herum, wie wir durch Amerika biken, Geld verdienen und uns als Rockband feiern lassen. Das meiste davon ist utopisch, doch die Geschichte mit der Band verfolgen wir weiter. Es ist der 11. März 1970.

In diesem Sommer und Herbst werde ich mir immer wieder die Nase an Otto Simonowskys Musikhaus am Zoo plattdrücken. Erst 44 Jahre später werde ich erfahren, dass auch Dee Dee Ramone hier seine erste Gitarre gekauft hat. Da er mit der sechsseitigen Gitarre nicht gut klarkommt, wechselt er später zum Bass. Ich träume von Anfang an von einem Bass. Ich ahne, dass sechs Saiten zuviel für mich sind.

Im Sommer 1970 gehe ich mit Andi zum Smoke-In im Tiergarten. Jeden Sonnabend nachmittags sitzen hier “Gammler”, so werden sie im Fernsehen genannt. Sie drehen Joints und kiffen. Beim ersten Mal gab es noch Flugblätter, die das Happening als politische Demonstration bezeichnen. Eine Art Demo ist es auch, aber hauptsächlich ist es eine kollektive Lebensäußerung von Außenseitern in einem Land, das zum Spießbürgertum neigt und das aus seiner Nazivergangenheit kaum etwas gelernt hat. Die Langhaarigen, die hier mit Bongos, Gitarren und Maultrommeln sitzen, provozieren, testen ihre Spielräume aus und sie vertreiben mit ihrem Tun die kleinbürgerlichen Geister der Vergangenheit. Über der Szene bilden sich Rauchwolken. Die Polizei ist auch da, berittene Beamte umkreisen in weitem Bogen die “Gammler”.

Andi und mich nennt man auch Gammler mit unseren mehr als schulterlangen Haaren, den ausgefransten Jeans und den Batik-T-Shirts. Zum Beispiel, wenn wir an Baustellen vorbei kommen hören wir: “Euch hätte man früher vergast.” oder “Geht doch in den Osten, ihr Dreckschweine.” Schläge werden uns angedroht und manchmal müssen wir auch flitzen, um diesen zu entgehen. Acht oder neun Jahre später werde ich wieder an Baustellen vorbeikommen und wieder werden mir Schläge angedroht, nur dieses Mal wegen meiner raspelkurzen Haare, selbst wenn sie nicht gefärbt sind. Denn die Bauarbeiter haben inzwischen selbst lange Haare und lange Koteletten, sie tragen Jeans und bunte T-Shirts, während ich nur noch schwarz trage.

Zu Weihnachten 1970 bekomme ich einen weißen Höfner-Bass, der aussieht wie eine Telecaster. 1971 treten wir ein paarmal auf. Es macht viel Spaß, Andi zeigt mir die Bassläufe, ein großes musikalisches Talent habe ich, im Gegensatz zu ihm, nicht. Richard trommelt, Rolf spielt klaglos Rhythmusgitarre, während Andi sich in ultralangen Solos verliert. Dann wird unsere Anlage geklaut, damit ist das Thema Band für mich erstmal erledigt. Andi jammt mit unterschiedlichen Musikern, in eine neue Band steigt er nicht ein.

Die meisten meiner Freunde sind Frauen und die männlichen sind meist sehr kommunikativ veranlagt. Wenn wir zusammen sind, sprechen wir stundenlang miteinander und wenn wir uns trennen, bleibt Vieles ungesagt, das eigentlich noch gesagt werden müsste. Nur mit Andi ist es anders, wir sprechen nicht soviel. Manchmal laufen wir lange nebeneinander durch den Wald ohne irgendein Wort. Wenn wir reden, dreht es sich um Liebe, Sehnsucht und unsere Träume. Über Frauen sprechen wir häufig, wenn wir Liebeskummer haben, trösten wir uns und frozzeln herum, bis der Blues wieder besser wird.

Andi ist fast immer in eine Frau verliebt. Meist aus der Distanz, aber in erreichbarer Ferne. Wenn es dann zu einer Beziehung kommt, dauert diese meist nicht lange. Andi mit seinen langen, dunklen Haaren und dem androgynen Blick macht auf viele Frauen Eindruck. Er ist aber nie an einem One-Night-Stand interessiert, für ihn gibt es immer nur das momentane Ideal, die aktuelle Frau seiner Frau seiner Träume, die große Liebe. Wenn er dann mit ihr zusammen ist, kann die Wirklichkeit nicht mithalten mit dem Traum. Für mich kann die Realität zum Traum werden, ich verliebe mich auch in Frauen, die ich zufällig treffe oder die auf mich zukommen. Für ihn ist nur der Traum die Realität. Nur die Eine zählt und im Laufe seines Lebens ändert sich das nicht. Im Gegenteil, er wird immer zentrierter auf die jeweilige Traumfrau und die Frauen, die er sich aussucht sind immer weiter entfernt von ihm und immer schwerer zu erobern.

Anfang der 70er Jahre sind wir noch jung und wir glauben an unsere Träume. Oft fotografieren wir uns, im Tiergarten oder in Kudammnähe. Einmal ist seine derzeitige Flamme Sabine dabei. Ich fotografiere die beiden in der klassischen Film-Ende-Pose, wie sie mit ihren Levis in Richtung Sonnenuntergang marschieren. Wie Andi auf sie gekommen ist, kann ich nicht nachvollziehen. Nach ein paar Tagen bekommt er auch Zweifel und beendet die Romanze.

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Andi und ich gehen zusammen tanzen. Eine Weile besuchen wir donnerstags die Dachluke am Mehringdamm. Der Disc-Jockey ist meistens Gunter Gabriel, erst zwei oder drei Jahre später wird seinen ersten Hit haben: “Er fährt ‘nen 30 Tonner-Diesel”. Gegen zehn, wenn die Tanzfläche noch leer ist, spielt er für uns den “Midnight Rambler” von den Rolling Stones. Dann ziehen wir unsere Tanzshow ab, die langen Mähnen und die zehn Zentimeter hohen “Market”-Boots spielen dabei eine wichtige Rolle. Ich weiß das “strangle” würgen heißt, trotzdem wird mir erst Jahre später klar, dass der Song einen Serienmörder beschreibt.

1972 fahren wir im Sommer auf die Insel Texel, als Kind war ich schon mal da, die wilde Nordsee hat mir gut gefallen. Wir haben uns ein Zelt geborgt, als wir am späten Abend auf dem Campingplatz ankommen bauen wir es auf, so gut wir können. In der Nacht regnet es und wir wachen klitschnass auf am nächten Morgen. Zum einen haben wir in einer Senke gezeltet und das Zelt war auch nicht richtig geschlossen. Trotz solcher Probleme geniessen wir die Zeit sehr. Hier regt sich niemand über unsere langen Haare auf und wir lernen nette Leute kennen. Nur das Wetter ist nicht so toll. Oft sitzen wir in der gemütlichen Caféteria, essen leckere Pommes und trinken Kakao. Das geht ins Geld. Abends gehen wir ein paarmal in die große Disco, dort sehen wir Bands wie Golden Earring, Ekseption und Focus. Besonders die beiden letzten gefallen Andi, er mag die Einflüsse klassischer Musik. Er ist ein großer Fan von Keith Emerson, der bei The Nice und Emerson, Lake & Palmer, Bach und andere klassische Komponisten einfließen lässt. Ich bin kein Fan dieses Stil-Mixes, doch live ist es OK für mich. Schliesslich sind wir pleite. Ich muss meine Mutter anrufen und sie schickt uns Geld.

Zurück in Berlin überredet Andi mich, mit ihm ins Big Eden zu gehen. Mir ist die große Disco am Kudamm eigentlich zu poppig, aber ich bin ein guter Freund, oder vielleicht will ich nur nicht allein tanzen gehen. Es ist die Zeit des Glam-Rocks, wir stylen uns androgyn mit Augen-Make-Up, weiten Hosen und hohen Absätzen. Da wird man ab und zu blöd angemacht und zu zweit lässt sich das besser aushalten. Und immerhin hat Andi Recht, im Big Eden kann man gut Frauen kennenlernen.

Er lernt zuerst jemand kennen und hat für ein paar Monate eine Beziehung. Dann lerne ich Katrin kennen, sie ist 17 und hat schon ein Kind. Sie wohnt in einem Heim für minderjährige Mütter in Grunewald. Sie ist ein herzensguter Mensch, ein bißchen zu gut vielleicht. Mit Rolf Eden hatte sie eine Romanze, oder viel mehr was der “Playboy” dafür hält. Sie fand es schick im Porsche herumkutschiert zu werden und in teuren Restaurants essen zu gehen. Der Sex mit dem 42jährigen Kneipier scheint ihr eine akzeptable Gegenleistung zu sein. Ich sehe das anders, aber halte den Mund um sie nicht zu verletzen. Auf jeden Fall sind mir Gestalten wie Eden zuwider seitdem. Das arme Mädchen denken zu lassen, da wäre eventuell ein wohlhabender Mann, der für sie und ihre Tochter sorgen könnte ist schäbig. Egal wie naiv Katrins Hoffnung gewesen sein mag. Ich denke sehr ernsthaft darüber nach, ob ich für Katrin mehr als ein Flirt sein könnte. Ich bin selber noch ein Kind, habe keinen richtigen Job, keinen Beruf. Mit meiner “no future”-Perspektive bin ich nicht der Richtige für sie und die Liebschaft ist zuende, noch bevor sie richtig angefangen hat. Auch Andi ist bald wieder Single.

Den Juli 1973 verbringt Andi mit meiner Familie in St.-Jean-de-Monts am Atlantik. Er ist froh nicht mit seinen Eltern Urlaub machen zu müssen. Ich lasse mir die langen Haare abschneiden in diesem Urlaub. In Frankreich nervt es besonders lange Haare zu haben, da sind die Franzosen weder sehr freiheitlich noch brüderlich. “Ils sont chauvins”, sagt uns ein Mädchen. Aber das ist nicht der eigentliche Grund, wieso ich zum Friseur gehe, ich habe das Gefühl erwachsen werden zu müssen und die Matte scheint mir da zu stören. Andi findet es blöd, dass ich mich unter die Schere begebe. Er mag auch das modische Tweed-Sacco nicht das ich jetzt öfter trage.

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St.-Jean-de-Monts

Andi ist ein Nachzügler. Sein Vater ist ein pensionierter Studienrat, seine Schwester war schon aus dem Haus, als Andi zur Welt kam. Auf dem Rückweg von der Atlantikküste besuchen wir Andis Eltern, die am Stadtrand von Paris ein Feriendomizil haben. Mir fällt auf, wie wenig seine Eltern ihn verstehen oder auf ihn eingehen. Sie behandeln ihn wie ein Kind und können wenig mit diesem androgynen Mädchenschwarm anfangen, der unmerklich unter ihrer Obhut groß geworden ist. Groß ja, aber nicht erwachsen.

Wieder in Berlin entwickeln sich unsere Leben unterschiedlich. Ich gehe nicht mehr tanzen mit ihm. Ich lege jetzt selber Scheiben auf, im ersten Tolstefanz in der Sächsischen Straße. Andi kommt nur einmal vorbei, es gefällt ihm nicht. Ich wohne mit Ilona, meiner ersten großen Liebe in einer WG in der Schlüterstraße. Nach der Trennung von Ilona ziehe ich zu einem Freund in die Knesebeckstraße. Währendessen hat Andi seine einzige längere Beziehung. Dreieinhalb Jahre ist er mit seiner Traumfrau zusammen. Die Trennung die folgt erlebt er als traumatisch. Er fühlt sich tief verletzt, betrogen und er macht den Fehler zu verallgemeinern. Danach wird er von “den Frauen” sprechen und es wird ihm an diesem Grundvertrauen fehlen das erforderlich ist, um eine partnerschaftliche Beziehung einzugehen. Ich versuche ihm diese Misogynie auszureden, aber da hat sich etwas festgesetzt bei ihm.

Richtig erwachsen kommt er mir nie vor, auch in seinem späteren Leben nicht. Er war Peter Pan ähnlich, der immer ein Junge blieb. Ich konnte mir Andi nie in einem Büro oder in einer Fabrik vorstellen. Er versuchte das Leben leicht zu nehmen, “easy” war eines seiner Lieblingswörter. Ich weiß nicht was aus ihm geworden wäre, wenn er nicht das Taxi fahren zum Gelderwerb entdeckt hätte. Das Taxi fahren ermöglicht ihm weiter seinen Träumen nachzuhängen, so braucht er keine weitreichenden Entscheidungen treffen. Er verdient gut dabei, er fährt lange Schichten, ist freundlich und bekommt viel Trinkgeld. Er ist sich durchaus dieser Schwebe bewusst, in der sich seine Existenz befindet. Taxi fahren ist kein richtiger Beruf für einen Schöngeist, einen begabten Musiker wie ihn. Aber er fährt weiter und er leidet darunter, dass die Menschen, die er fährt ein richtiges Leben führen, eine richtige Arbeit haben und eine richtige Familie. Das Alles hat er nicht und er fühlt, da ist ein Spalt zwischen ihm und seinen Fahrgästen und er weiß nicht wie er diesen Spalt überwinden soll, um ins richtige Leben zu gelangen. Er kauft sich ein kleines Studio zusammen, vom Taxigeld und pfriemelt nächtelang an seinen Tracks, ist aber nie so richtig zufrieden.

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Ausflug 1990

In der Zeit nach dem Mauerfall machen wir viele Ausflüge. Ich habe noch keinen Führerschein, den schenke ich mir erst zum 40sten Geburtstag und er hat einen gewissen Spielraum die bequeme Daimler-Droschke privat zu nutzen. Meist nehmen wir meine Mutter mit. Sie und er mögen sich, so wie meine Mutter hätte er sich seine eigene auch gewünscht. Wir besuchen Langschaftsgärten in Branitz und bei Dessau, dort besuchen wir auch das Bauhaus. Wir fahren nach Bad Muskau an der polnischen Grenze. Auch dort hat Fürst Pückler einen grandiosen Park geschaffen, die abgebrannte Ruine eines Schlosses krönt die Lausitzer Parklandschaft an der Neisse. Meine Mutter hat sentimentale Erinnerungen, sie war im Krieg dort ausquartiert mit ihrer Arbeitsstelle, hat dort das erste Mal allein gewohnt. Mein Vater hat sie auf Fronturlaub besucht, als Alles noch offen war, ob sie wirklich ein Paar werden oder gar heiraten und ein Kind bekommen. Wir besuchen auch Bad Liebenwerda, wo meine Familie mütterlicherseits herkommt. Meine Oma musste es 1910 verlassen um in Berlin in “Stellung” zu gehen. 15 war sie da.

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Bad Liebenwerda, 1990

Anfang der 90er Jahre besucht er mich in meinem Büro im Offenen Kanal Berlin. Das ich so eine richtige Aufgabe finde, hatten wir beide nicht erwartet. Er würde gern weg vom “auf dem Bock sitzen” und fremde Leute kutschieren. Er hat eine Idee, er würde gern mit Musik Geld verdienen. Er hat eine fünfstellige Summe ausgegeben, um sich ein fast professionelles Tonstudio aufzubauen. Er würde gern Filme vertonen, Filmmusik schreiben, Jingles für Werbung oder On-Air-Promotion fabrizieren. Ich kann ihm erklären, wie so etwas technisch funktioniert. Doch ich kann ihm nicht helfen in die Branche zu kommen. Eigentlich braucht man Beziehnugen dafür und die bekommt nur, wenn man irgendwie in diesem Bereich arbeitet, egal als was. Und einen langen Atem muss man haben. Soziale Kompetenz hilft viele Kollegen kennen zu lernen. Und nie darf man müde werden auf eine Chance zu warten. Andi hat weder einen langen Atem noch ausgeprägte soziale Kompetenz. Ich biete ihm an, eine Produktion zu suchen die jemanden braucht der die Filmmusik komponiert, damit er erste Erfahrungen sammeln kann. Das will er aber nicht. Ich kann nur vermuten, er hat Angst zu versagen, sich vor fremden Leuten zu blamieren.

Ich zeige Andi noch den Sender, dann fahren wir in Richtung Kudamm um bei mir noch ein Bier zu trinken. Ich glaube es passierte im Bahnhof Seestraße. Kurz nach dem Losfahren macht der U-Bahnfahrer eine Vollbremsung, wir die Fahrgäste hören ein schrilles Quietschen und das Licht geht aus. Die Türen sind blockiert, wir können uns denken was da passiert es. Erst nach zehn Minuten werden wir von Feuerwehrleuten aus dem Bahnhof geführt. Nur in eine Richtung dürfen die Fahrgäste den Bahnhof verlassen. In Richtung des Triebwagens wird niemand gelassen, dort wo ein armer Teufel eben sein Leben verloren hat, nicht ohne dabei den Zugfahrer zu traumatisieren. Das Schlimmste, das was ich nicht vergessen werde, ist der Geruch. Die U-Bahn ist gesperrt, die Busse sind voll, also laufen wir einfach vom Wedding bis zum Kranzler-Eck, mitten durch den Tiergarten, wo wir uns als Teenager fotografiert haben. Wir laufen stumm nebeneinander. Eigentlich wollten wir bei mir am Rankeplatz noch ein Bier trinken. Wir lassen es, es ist uns nicht danach. Vor dem Kudamm-Eck umarmen wir uns zum Abschied.

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Dänemark 1993

Noch einmal machen wir zusammen Urlaub, wir wohnen in einem Wohnwagen an der Ostsee in Dänemark. Wir reden nicht viel, machen lange Wanderungen, spielen Karten. Es fehlt uns nichts, wir sind zufrieden. Manchmal abends fühlen wir eine Leere, dann geht einer von uns zu der netten Kaufmannsfrau und bringt ein halbe Flasche Gammel Dansk zurück. Große Flaschen gibt es nicht. Ich arbeite viel in den 90er Jahren. Er fährt Taxi und macht Musik. Er findet tatsächlich eine Band mit der er eine Weile zusammen spielt. Er nimmt sogar ein Album auf mit “Prussia”, er ist inzwischen auf den Bass umgestiegen. Das ist nochmal ein Entwicklungsschritt von ihm, das Soli spielen auf der Gitarre aufzugeben und brav den Bass zu bedienen. Vielleicht wird er doch noch erwachsen.

Die Nachricht ist ein Schock. Meine Mutter ruft mich an, berichtet das Andis Schwester sie informiert hat, meine neue Telefonnummer hat sie nicht gefunden. Andi ist tot, völlig überraschend ist er krank geworden. Er hat keine Luft mehr bekommen, es soll ein Pilz in seiner Lunge gewesen sein. Die Ärzte konnten nichts mehr tun. Das ist jetzt viele Jahre her, trotzdem vermisse ich Andi, ich denke oft an ihn und träume von ihm. Bis heute.

Marcus Kluge

Dieser Text ist jetzt auch in gedruckter Form erhältlich. Das “Xanadu-Fanheft” vereinigt Geschichten, Fotos und Materialien zu Kindheit und Jugend in den 1960er und frühen 1970er Jahren. “A Saucerful of Löschpapier”, “Halber Mensch” und “Porno, Hasch und Rauschgifthunde” ergründen das Klima in der Mauerstadt West-Berlin. Für 5 Euro kann man das Heft bei marcusklugeberlin@yahoo.de bestellen, oder für 18 €  zusammen mit dem Roman (Inkl. Verpackung und Porto innerhalb Deutschlands)

“Xanadu ’73 – Liebe, Rausch und Rock’n’Roll in West-Berlin” Roman, 148 Seiten Format DINA5 beschnitten, mit 13 Illustrationen, erschienen Juli 2015 bei “Edition Assassin”, 13Euro inkl. Verpackung und Porto.

Bestellbar bei: marcusklugeberlin@yahoo.de

Minimal: „Ein schlümmes Jahr“

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Jammuar.

Fiebruar.

Amarsch.

Abrüll.

O Mai.

Jutnie.

Julüg.

Aua Grüßt.

Zeppendustbär.

Ochtoomuchbear.

Novalginbär.

Detz im Arschbär.

 


Marcus Kluge / Illu: Rainer Jacob

Berlin Typography

Text and the City // Buchstaben und die Stadt

Der ganz normale Wahnsinn

Das Leben und was uns sonst noch so passiert

500 Wörter die Woche

500 Wörter, jede Woche. (Nur solange der Vorrat reicht)

Licht ist mehr als Farbe.

(Kurt Kluge - "Der Herr Kortüm")

Eddie Two Hawks

Nature does not hurry, yet everything is accomplished

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In der Kunst spielt ja die Zeit, umgekehrt wie in der Industrie, gar keine Rolle, es gibt da keine verlorene Zeit, wenn nur am Ende das Möglichste an Intensität und Vervollkommnung erreicht wird. H. Hesse

blackbirds.TV - Berlin fletscht seine Szene

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finbars geschenk ist seine seherische fähigkeit

Rainer "rcpffm" Peffm 's mobile blog and diary

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