Archive | September 2013

Familienportrait – Tante Lotte und Onkel Paul / Ein Preuße, Polizist, Fotograf und sein tragisches Ende (1933-46)

Charlotte, die jüngere Schwester meiner Oma, kam auch aus dem heimatlichen Liebenwerda nach Berlin und heiratete den Polizei-Offizier Paul Springer. Paul war eine “gute Partie”, ein Beamter, der ein kleines Depot an Wertpapieren zusammengespart hatte. Lotte ordnete sich ihrem Mann unter, da war sie ganz anders als meine Oma. Sie, vielmehr er, entschied sich gegen Kinder. Man wollte ein gutes Leben führen, delikat essen, schöne Kleidung tragen, ausgehen und Reisen machen.

ImageImage  Ländliche Szene

Image  Olympische Spiele 1936

Paul stieg auf, in seinen Dienstbeurteilungen wird er gelobt, nur energischer gegen seine Untergebenen solle er werden. Laute Töne lagen ihm nicht, er setzte sich mit Ruhe und Geduld durch. Sein Hobby war die Fotografie, er zeigte seine Familie, Sehenswürdigkeiten, spektakuläre Ereignisse und seine Kollegen vom Revier. Während der Olypischen Spiele 1936 war er in seinem Element, ihm gelangen ihm prachtvolle Aufnahmen. Er und Lotte gingen gern ins Kino, manchen Bildern sieht man an, dass sie wie Filmeinstellungen komponiert sind.

Image   Filmreif: Am Bahnhof

Er war kein Nazi, aber konservativ. Anfänglich hatte er Sympathien für die neuen, braunen Machthaber. Wie viele Deutsche machte er den fatalen Fehler, Antisemitismus und Rechtsbruch der neuen Machthaber als “Kinderkrankheiten” zu betrachten.

Image  Ereignisse: 700Jahrfeier Berlin

Image  Kollegen in Zivil

 Image Kollegen in Uniform

Zur Konfrontation kam es während der Novemberpogrome_1938. Als am 9. November gegen 22Uhr Geschäfte angegriffen wurden, die Juden gehörten, stellte Paul uniformierte Polizisten als Schutz vor solche Läden in der Friedrichstraße. Um Mitternacht ging auf dem Revier ein Telex der Gestapo ein, nachdem die Polizei jüdische Einrichtungen nicht mehr schützen sollte, bzw. nur Plünderungen verhindern sollte. Paul Springer soll sich noch eine Stunde unsichtbar gemacht haben, doch gegen eins gab er den Befehl dann weiter.

Damit war seine Karriere im Dritten Reich beendet, der Polizeidienst machte ihm auch kaum noch Spaß. Bei Kriegsbeginn wurde er eingezogen, während seine Nazi-Kollegen für unabkömmlich erklärt wurden.

Image  Rechts der Mann mit Tschako ist Onkel Paul

Tante Lotte und er überlebten den Krieg und er erhielt eine zweite Chance sich im Polizeidienst zu bewehren, weil er relativ unbelastet war. Schon im Mai 1945 wurde er von den Alliierten als Fachkraft auf dem Revier 2 angestellt. Kurze Zeit danach konnte er als Reviervorsteher den Wiederaufbau des Reviers 12 leiten.

Als Kind in den 60ern hörte ich in der Familie, Onkel Paul habe sich in der Nazizeit nicht an Verbrechen beteiligt. Instinktiv hatte ich Zweifel und Historiker haben uns belehrt, die Polizei sei regelmäßig als Helfer der Nazischergen aufgetreten. So dachte ich, es sei nahe liegend Pauls tragisches Ende auch in Zusammenhang mit Verstrickungen in Untaten der Nazis zu sehen. Zur Vorbereitung dieses Textes bin ich nochmal alles Material durchgegangen und fand einen ausführlichen Bericht von Tante Lotte über die fatalen Ereignisse des 1. Mai 1946 und ihre Vorgeschichte. Über sein Motiv könnte ich, nach der Lektüre, nur noch spekulieren und das möchte ich nicht.

Zur Vorgeschichte erfuhr ich dies: Am 16. März 1946 sicherte Paul mit Kollegen eine Fliegerbombe ab, als es zur Explosion kam. Er wurde schwer am Kopf verletzt, Prellungen, Schnitt- und Platzwunden wurden im Krankenhaus versorgt. Trotz einer Gehirnerschütterung wurde er aus der nach dem Unglück überfüllten Klinik entlassen.

Nach einem Tag ging er wieder arbeiten, gegen ärztlichen und freundschaftlichen Rat glaubte er preußische Disziplin üben zu müssen. Ständige Kopfschmerzen, Schwindel und eine leichte Verwirrtheit, die er gut überspielte, begleiteten ihn. Am 30. Juni war seine Krankheit so offensichtlich, dass er sich arbeitsunfähig schreiben lies.

Lotte schreibt dann: ” Nach dem Frühstück (am 1. Mai) schlief er nochmal. Als er zum Essen aufstand unterhielten wir uns und machten Pläne. Danach beschlossen wir einen Spaziergang zu machen und – da ich noch mit Hausarbeit beschäftigt war – sagte mein Mann, er wolle nur inzwischen eine Zeitung holen. Er ging ohne Hut von mir, ließ die Gartentür offen, weil er wohl die Absicht hatte sofort wiederzukehren. Dann sah ich meinen Mann nicht wieder und erhielt am Abend die schreckliche Gewissheit. Die näheren Einzelheiten über sein Ende bitte ich mir zu ersparen und aus den Protokollen zu entnehmen.” Lotte schieb den Bericht wegen ihres Versorgungsanspruchs an die Schutzpolizei.

Sie erklärt: ” Ich kann mir seinen plötzlichen Tod nur durch seine Kopfverletzung und etwa damit verbundene Besinnungslosigkeit bzw. Umnachtung erklären. Wahrscheinlich hat die Wärme und Gewitterschwüle dazu beigetragen, dass er das Bewusstsein verlor und den uns völlig unbekannten Weg einschlug zu dem uns völlig unbekannten Ort Schildow, um dort den Tod zu finden (oder wie er vielleicht in seinem Zustand glaubte: Ruhe vor Schmerzen und Depression)”

Paul Springer hatte sich vor die Heidekrautbahn gelegt und starb wenig später, wie die Sterbeurkunde sagt, am 1. Mai 1946 um 18Uhr45 in Schildow, am Bahnhof.

Image  Alle Fotos: Paul Springer ©Marcus Kluge

Familienportrait – Oma Elisabeth / Straßenbahnen, Schokoschrippen und Fackeln 1918-33

Image   Oma Elisabeth in den frühen 20er Jahren

Am 9. November 1918 rufen Scheidemann und Liebknecht die Republik aus. Meine Oma Elisabeth steht wie alle Deutschen vor einem kompletten Neuanfang. Die Vorkriegswelt, in der jeder wusste, wo sein Platz war und was er erreichen konnte im Leben, existiert plötzlich nicht mehr.

Zum einen ist die Freude groß, der Krieg ist zuende und ein korruptes System von Adel, Beamtentum, Militär, Landjunkern hat sich scheinbar weitgehend aufgelöst. Zum anderen ist Deutschland zerstört und geächtet, es wird wegen der Versailler Verträge lange brauchen, bis seine Bürger es wieder aufgebaut haben werden.

Elisabeth ist trotzdem froh, sie hat Arbeit bei OSRAM, braucht nicht hungern und steht auf eigenen Beinen. Allerdings möchte sie eine Familie gründen. Im Krieg hatte man andere Sorgen, doch jetzt wäre der richtige Zeitpunkt. 1920 ist sie 25, sie ist selbstbewußt, der Krieg hat sie ein wenig hart gemacht. Also sucht sie einen Mann, der sie nicht dominieren will. Einen derben Kerl, wie es ihn jetzt häufig gibt, der säuft und schlägt will sie nicht, da bliebe sie lieber allein.

Sie hat Glück, sie begegnet Werner. Er ist groß und hat einen schicken Schnurrbart. Sie verlieben sich, aber Elisabeth hält ihn auf Abstand. Es gibt da noch einen Mangel, Werner ist wie so viele arbeitslos. Eine Kollegin bei OSRAM verrät ihr, die BVG sucht Männer.

Am nächsten Morgen weckt sie Werner um vier, lässt kein Pardon gelten und schickt ihn zum Betriebshof Moabit in der Wiebestraße. Heute kann man dort, in der Classic Remise, historische Autos bewundern. Ohne Arbeitsstelle brauche er garnicht wiederzukommen, gibt sie ihm in ihrer resoluten Art auf den Weg.

Image  Elisabeth und Werner

Tatsächlich wird er auf Probe angestellt. Er bewährt sich beim Dienst auf der Straßenbahn, kann sich durchsetzen, kein blinder Passagier entgeht ihm, doch er bleibt immer freundlich. So ist er bald Straßenbahnschaffner und wird es 40 Jahre bleiben.

Das Paar findet eine kleine Wohnung in der Stephanstraße, nicht weit vom Depot und am 26.12.1922 wird Käte, meine Mutter geboren. Oma hört auch zu arbeiten, von Werners Lohn können sie leben, natürlich ohne große Sprünge zu machen.

Image  Werner (Mi.) mit Kollegen

Auch Schwester Lotte hat Glück, sie lernt Paul Springer, einen Polizei-Unteroffizier kennen. Paul sieht blendend aus, kommt aus guter Familie und nimmt sie auch ohne Mitgift. Paul hat Lebensart, isst gern und gut, sie machen kleine Reisen. Kinder wollen sie nicht, sie schätzen ihre Unabhängigkeit. Paul fotografiert viel, die Familie, Sehenswürdigkeiten und seine Kollegen vom Revier.

Image   Lotte und Paul vor dem Berliner Dom

Image  Die kleine Käte vorm Weihnachtsbaum

Käte geht nach der Schule gern zu Tante Lotte in die vornehme Tschaikowskistraße nahr dem Deutschen Theater. Sie bekommt Schrippen mir Schokolade, montags mit Schweinebraten vom Sonntag. Tante Lotte betuttelt ihre Nichte gern. Von ihrer Mutter wird die kleine Käte nicht so herzlich behandelt. Ihre Mutter schlägt sie nie, aber Umarmungen und Küsse sind sehr selten.

Manchmal darf Käte ihrem Vater warmes Essen im Henkelmann ins Straßenbahndepot bringen. Das Kind ist beeindruckt von der riesigen Halle mit den spiegelblanken Wagen. Werner ist schmuck in seiner Uniform und er liebt seinen Dienst.

Am 30. Januar 1933 ist Käte 10 Jahre alt. Die Familie sitzt am Abendbrottisch, durch das offene Fenster hört man kehlige Männerstimmen und im Takt marschierende Stiefel. Der schweflige Geruch der Fackeln mischt sich mit dem Testosteron-Dunst der erfolgsberauschten Männer. Die Familie hat kein Radio, aber sie wissen, die Nazis haben die Wahl gewonnen und es wird keine gute Zeit folgen.

Das Kind fragt, wer da draussen singt und grölt? Die Mutter geht zum Fenster, schlägt es zu und zieht die Vorhänge davor. Sie setzt sich wieder und antwortet ärgerlich: “Ess, ess, mein Kind!”

In der nächsten Folgen geht es um Kletterwesten, Kätes ersten Job und die große Liebe mitten im großen Krieg. Demnächst in diesem Blog.

Familiengeschichten – Käte. Phonoklub in der Rankestrasse 1960-70

 

Europäischer Phonoklub in der Rankestrasse

Meine Mutter hat hier von 1960-70 Bücher und Schallplatten verkauft. Die Inneneinrichtung im Stil der späten 50er Jahre wurde zum großen Teil extra angefertigt. Z.B. die Regale und Thresen aus Teakholz mit Holz-Intarsien. Besonders schön war der 7m lange Phonotresen mit Bakelithörern. Als wird den Laden aufgeben mussten, weil Bertelsmann den Franchisegeber aufgekauft hatte, haben wir leider die Thresen und andere Möbel wegwerfen müssen. Niemand interessierte sich für die Nifty-Fifties. Zwei Lampen habe ich noch.

 

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Sie veranstaltete dort auch Lesungen und Kammerkonzerte. Image

Wilhelm Borchert, ein sogenannter Staatsschauspieler vom Schiller-Theater, liest Kafka. Borchert war durch den Film “Die Mörder sind unter uns” von Wolfgang Staudte bekannt geworden, den ersten deutschen Nachkriegsfilm.

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Oma Elisabeth – Tränen, Erbsensuppe und die rote Fahne 1895-1918

Die Mutter meiner Mutter, Elisabeth Hellmich, wurde im September 1895 als zweite Tochter des Ehepaars Schnelle in Liebenwerda an der Grenze zu Sachsen geboren. Um das Jahr 1910 wurde sie nach Berlin geschickt, um dort in der Fremde als Hausmädchen zu arbeiten.

Es muss für die junge Frau hart gewesen sein, allein in der großen Stadt, ihr Glück zu suchen. Dienstmädchen wurden nicht gut behandelt. Schläge und sexuelle Übergriffe durch die “Herrschaft” waren an der Tagesordnung und wurden meist toleriert.

Am Sonntag Nachmittag, wenn Elisabeth frei hatte lief sie zu Fuss, um das Fahrgeld zu sparen, von Steglitz die Kaiserallee (heute Bundesallee) hoch, in Richtung Kudamm. Die Gartenlokale wie “Schramms am See”, dort wo heute der Volkspark Wilmersdorf liegt, reizten sie nicht. Dort wurde geflirtet, geschwooft und getrunken, es ging ihr dort zu derb zu und sie hatte kein Interesse Männerbekanntschaften zu machen.

Ihr Ziel war der Bahnhof und das, über die Grenzen Berlins bekannte Etablissement “Aschingers”. Dort gab es die berühmte Erbsensuppe und der Clou war, man durfte dazu so viele Schrippen essen, wie man wollte. Hier ging man relativ respektvoll mit dem jungen Mädchen um und hin und wieder mag sie auch mit anderen Gästen ins Gespräch gekommen sein. Oft sass sie jedoch allein vor der Suppenterrine und wenn sie an ihre Heimat und ihre Schwestern dachte, liefen ihr Tränen übers Gesicht und fielen in die Suppe.

Mit dem Beginn des Krieges 1914, änderte sich vieles. Frauen wurden in den Fabriken gebraucht und Elisabeth fing an bei Osram zu arbeiten und stellte Glühbirnen her. Sie wurde unabhängiger, kam sich freier vor und war nicht mehr so allein. Später kam ihre vier Jahre jüngere Schwester Charlotte auch in die Hauptstadt. Die dritte Schwester Martha blieb in Liebenwerda, ich vermute weil sie den Vorzug hatte die Erstgeborene zu sein.

Viele Jahre bestimmte dann der Weltkrieg das Leben der Frauen mit all seinen Härten, wie Hunger, Kälte und Unsicherheit. Elisabeth wurde eine resolute Persönlichkeit, die einen grossen Gerechtigkeitssinn entwickelte. Schließlich kapitulierte Deutschland, die Monarchie brach zusammen. Während der Novemberrevolution ging auch meine Oma auf die Strasse. Jemand drückte ihr die rote Fahne in die Hand, diese trug sie bis es dunkel wurde. Ihr taten die Füße weh, also gab sie das revolutionäre Symbol weiter und marschierte nach Hause. Das war ihr kleiner Anteil an der Revolte, von dem sie später immer gern erzählte. Als ich 68/69 auf die Strasse ging um gegen Vietnamkrieg und andere skandalöse Zustände der Welt zu demonstrieren, gehörte sie zu den wenigen Erwachsenen, die Verständnis für mein Handeln aufbrachte.

Auf einem Bild sieht man die drei Schwestern Schnelle (v.l. Martha, Charlotte, Elisabeth) noch ledig, Anfang der 20er Jahre schick heraus geputzt. Das jüngere Foto (ca. 1927)ImageImage zeigt von links, meine Oma Elisabeth, meine Mutter als kleines Mädchen, Omas Schwester Charlotte und eine Unbekannte. Hier wirken die Damen auf mich erwachsener, recht selbstbewusst und stolz auf ihren Status als nicht mehr berufstätige Ehefrauen.

Marcus – Paris zum ersten. 1971

Meine Mutter hatte für den Juli ein Haus in Bretignolles-sur-mer am Atlantik gemietet und alle eingeladen. Am Morgen des 2. Juli fuhren wir in Berlin los. Zu fünft im Käfer meines Bruders wars ziemlich eng. Da in den Kofferraum kaum ein Koffer passte, hatten wir einen Gepäckträger auf dem Dach, der aerodynamisch eher ungünstig wirkte. Die Höchstgeschwindigkeit des Volkswagens von 125km/h war jedenfalls nicht erreichbar. Kurz gesagt, es war keine bequeme Art des Reisens, aber es hat uns nichts ausgemacht.

In den berüchtigten Kasseler Bergen rauchte der Heckmotor etwas, wir waren kaum schneller, als die Brummis neben uns. Als wir die französische Grenze passiert hatten, hielten wir um Café zu trinken und Gauloises zu kaufen. Danach bekamen wir Radio Caroline im Radio rein, der Piratensender erhöhte unsere Stimmung mächtig.

Als es dunkel wurde erreichten wir die Périphérique. Kurz vor zehn parkten wir am Pantheon. Wir wollten die Nacht in Paris durchmachen und morgens weiterfahren. Ein guter Plan, wie sich herausstellte.

Wir erkundeten Paris zu Fuß und landeten auf der Champs-Élysées, die wir in Richtung Arc de Triomphe liefen. Zsa Zsa Gabor kam uns mit drei rosa gefärbten Pudeln entgegen, am Arm einen sehr aristokratisch aussehenden älteren Herrn. Die meisten Passanten waren schick gekleidet, ein deutlicher Unterschied zum provinziellen Berlin. Die Luft roch leicht nach Champagner, die Gauloises und der viele Kaffee erzeugten ein gewisses High.

Am Arc de Triomphe bogen wir in die Avenue Georges V. ein. Wir blieben stehen und bewunderten das berühmte Hotel auf der anderen Strassenseite. Hinter uns ging eine Tür auf und wir drehten uns um. Aus dem Restaurant “Au Vieux Berlin” trat Romy Schneider auf den Gehsteig, an ihrem Arm ihr Freund Daniel Biasini. Romy schenkte uns ein Mikro-Lächeln bis Biasini sie wegzog.

Am Boulevard St, Michel taten uns die Füße weh, wir setzten uns vor eins der gut besuchten Cafés. Es war Mitternacht, trotzdem war es voll, wie auf dem Kudamm am Sonntag nachmittag. Zwischen den eleganten Passanten spielten kleine Kinder, hatten die keine Eltern?

Es war einer der seltenen Momente, wo man denkt, besser geht es nicht mehr. Ich war jung und lebenshungrig, wollte mich verlieben. An diesem Punkt meines Lebens hätten noch alle meine Träume wahr werden können. Nichts trübte meine Unschuld, wie gut das man nicht weiß, was später einmal passieren wird.

Ich ahnte auch nicht, was nur zwei Kilometer entfernt, am anderen Seine-Ufer ein paar Stunden später passieren würde. Am Morgen würde, in der Rue Beautreillis Nr.17, eine der prägensten Stimmen des 20. Jahrhunderts für immer verstummen.

Um drei Uhr waren wir wieder beim Auto und versuchten ein paar Stunden zu schlafen, was zu fünft im Käfer definitiv nicht empfehlenswert ist. Als es richtig hell war, fuhren wir weiter in Richtung Meer. Hinter Paris aßen wir eine fantastische Käseplatte mit Baguette. So gestärkt gingen wir in die letzte Etappe und am Nachmittag erreichten wir, völlig erledigt die Vendée.

Dort verlebten wir einen herrlichen Urlaub, später würde ich noch zweimal den Juli am Atlantik verbringen, einmal mit Andi, meinem verstorbenen Freund und ein weiteres Mal mit Rainer Jacob, den ihr ja als meinen FB-Freund kennt.

Auf der Rückfahrt kaufte ich irgendwo einen New Musical Express. Jim Morrison war tot, in der Badewanne gestorben, an einer Überdosis Heroin, gegen neun Uhr morgens, am 3. Juli 1971.

My wild love went ridin’
She rode to the sea
She gathered together
Some shells for her hair
She rode and she rode on
She rode for a while
Then stopped for an evenin’
And lay her head down

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